Schweizer Präsidentschaft der Zentralkommission für die Präsidentschaft 2026-2027
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Die Schweiz übernahm am 1. Januar 2026 die Präsidentschaft der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt (ZKR), der ältesten noch bestehenden internationalen Organisation der Welt, für zwei Jahre. Sie unterstreicht damit die Bedeutung von Dialog und Zusammenarbeit mit den europäischen Nachbarn sowie die Förderung des Völkerrechts. Dies steht im Einklang mit den Zielen der Aussenpolitischen Strategie 2024-2027.
Vom Gotthardmassiv bis in die Nordsee
Der Rhein entspringt auf 2.344 Metern Höhe im Gotthardmassiv in der Schweiz. Von seiner Quelle bis nach Rheinfelden im Kanton Aargau legt er rund 350 Kilometer als nicht schiffbarer Alpen- und Hochrhein zurück und bildet dabei teilweise die natürliche Grenze der Schweiz zu Österreich und Deutschland.
Ab Basel wird der Rhein zu einer durchgehend schiffbaren Wasserstrasse, die über Frankreich, Deutschland und die Niederlande bis nach Rotterdam führt, wo er schliesslich in die Nordsee mündet. Er ist die Hauptverkehrsader eines dichten Netzes aus Kanälen und Schleusen, das die grossen Häfen von Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen miteinander verbindet. Der Rhein zählt zu den bedeutendsten europäischen Wasserstrassen und ist für Handel, Verkehr und Wirtschaft sowie als Ökosystem von enormer Bedeutung.
Der internationale Teil des Rheins gilt als grenzüberschreitendes Binnengewässer. In solchen Gewässern gelten völkerrechtliche Regeln, die die freie Schifffahrt sichern, Sicherheits- und Umweltstandards harmonisieren und Konflikte zwischen den Anrainerstaaten verhindern. Da der Rhein vom Meer kommend ursprünglich nur bis zur Mittleren Rheinbrücke in Basel schiffbar war, legt die Revidierte Rheinschifffahrts-Akte vom 17. Oktober 1868 (Mannheimer Akte) dies als den Start des internationalen Rheins fest.
Trotz seiner kurzen Länge kommt diesem Abschnitt eine zentrale Rolle zu: Er ermöglicht der Schweiz den uneingeschränkten Zugang von Basel zu den wichtigsten europäischen Seehäfen, insbesondere Rotterdam und Antwerpen. Der Hafen Basel stellt damit das wichtigste Tor der Schweiz zum Meer dar. Für ein Binnenland ist eine freie, sichere und gut geregelte Rheinschifffahrt daher von zentraler wirtschaftlicher und strategischer Bedeutung. Darüber hinaus schafft der Main-Donau-Kanal eine durchgehende Wasserverbindung von Basel bis zum Schwarzen Meer.
Medienmitteilung: Der Bundesrat will die Schweizer Seeschifffahrt stärken
27.05.2026 – Der Bundesrat hat an seiner Sitzung ein Reformpaket zur Stärkung der Schweizer Seeschifffahrt verabschiedet. Die Massnahmen sollen die Schweizer Flagge zur See attraktiver machen und die Registrierung von Schiffen vereinfachen.
Medienmitteilung: Die Schweiz übernimmt die Präsidentschaft der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt 2026-27
16.01.2026 – Am 1. Januar 2026 hat die Schweiz turnusgemäss die Präsidentschaft der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt (ZKR) übernommen.

Die ZKR und das Völkerrecht für die Schweiz
Die ZKR gilt als etabliertes Beispiel für regionale multilaterale Zusammenarbeit auf der Grundlage des Völkerrechts.

Die Geschichte der ZKR und der Beitritt der Schweiz
Die ZKR ist die älteste internationale Organisation der modernen Geschichte. Ihre Wurzeln reichen bis zum Wiener Kongress von 1815 zurück.

Prioritäten der Schweizer ZKR-Präsidentschaft 2026-2027
Die Schweiz nutzt ihre Präsidentschaft, um Nachhaltigkeit, Innovation, Sicherheit, internationale Zusammenarbeit und die Weiterentwicklung der ZKR voranzutreiben.

Mitgliedstaaten der ZKR im Verlauf der Jahre
Seit ihrer Gründung hat sich die Zusammensetzung der ZKR mehrfach verändert. Die heutigen fünf Mitgliedstaaten spiegeln über 200 Jahre europäischer Geschichte wider.
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