Die Geschichte der ZKR und der Beitritt der Schweiz
Die Geschichte der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt (ZKR) beginnt 1815 auf dem Wiener Kongress. Schon damals erkannten die Staaten, dass grenzüberschreitende Herausforderungen nur gemeinsam gelöst werden können. Aus dieser Überzeugung entstand eine Organisation, die bis heute internationale Zusammenarbeit auf dem Rhein prägt. Trotz politischer Umbrüche, Kriege und Krisen hat die ZKR über zwei Jahrhunderte Bestand und Bedeutung bewahrt. Damit gilt sie als die älteste noch bestehende internationale Organisation der modernen Geschichte. Auch die Schweiz leistet seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag zu ihrer Weiterentwicklung und setzt sich für eine sichere, nachhaltige und zukunftsorientierte Rheinschifffahrt ein.
Henri Walther und der schweizerische Beitrag zur ZKR
Ein besonders sichtbarer Beitrag der Schweiz zur Arbeit der ZKR manifestierte sich in der Person von Henri Walther. Juristisch in der Schweiz und in Paris ausgebildet, spezialisierte er sich früh auf das Recht der Schifffahrt, insbesondere auf das Rheinrecht. Bereits 1929 trat er in den Dienst der ZKR ein und leitete das Sekretariat schon vor dem Zweiten Weltkrieg. Während der kriegsbedingten Unterbrechung der Tätigkeit der Kommission sicherte er mit grossem persönlichem Einsatz die Kontinuität der Institution, insbesondere durch die Bewahrung ihres Archivs.
Nach seiner Ernennung zum Generalsekretär im Jahr 1946 spielte Walther eine zentrale Rolle beim Wiederaufbau und bei der institutionellen Konsolidierung der ZKR im Nachkriegseuropa. Unter seiner Leitung passte sich die Kommission den neuen politischen Rahmenbedingungen an, ohne ihre rechtliche Eigenständigkeit preiszugeben. Aufgrund seiner ausserordentlichen juristischen Kompetenz und seiner tiefgehenden Kenntnis des Rheinregimes genoss Walther bei den Delegationen der Mitgliedstaaten hohes Ansehen. Sein langjähriges Wirken bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1969 trug wesentlich zur Stabilität, Autorität und internationalen Anerkennung der ZKR bei und unterstreicht die Bedeutung des schweizerischen Beitrags zur Governance der Rheinschifffahrt.

Schweizer Präsidentschaft der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt 2026-2027
Alle Informationen zur ZKR-Präsidentschaft der Schweiz finden Sie hier.

Die ZKR und das Völkerrecht für die Schweiz
Die ZKR gilt als etabliertes Beispiel für regionale multilaterale Zusammenarbeit auf der Grundlage des Völkerrechts.

Prioritäten der Schweizer ZKR-Präsidentschaft 2026-2027
Die Schweiz nutzt ihre Präsidentschaft, um Nachhaltigkeit, Innovation, Sicherheit, internationale Zusammenarbeit und die Weiterentwicklung der ZKR voranzutreiben.

Mitgliedstaaten der ZKR im Verlauf der Jahre
Seit ihrer Gründung hat sich die Zusammensetzung der ZKR mehrfach verändert. Die heutigen fünf Mitgliedstaaten spiegeln über 200 Jahre europäischer Geschichte wider.
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